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Die Räuber rocken auf Finkenstein
Erfolgreiche Uraufführung des Musicals "Simon Kramer". 50 Darsteller aus der Region, eine Hauptrolle spielt der 11-jährige Simon Schnabl.
Einmal Räuberhauptmann sein. Für Simon Schnabl, den elfjährigen Spross der musikalischen Schnabl-Familie aus Kerschdorf bei Velden ging dieser Traum gestern in Erfüllung. "Simon Kramer, ein begnadeter Bandit" hatte gestern seine Uraufführung. Das Rock-Musical entstand gemeinsam mit dem Kärntner Landesmusikschulwerk und handelt vom gleichnamigen Räuber, der in Kärnten 1809 mit 24 Jahren umgebracht wurde. Kramer stahl und beschenkte Arme - ähnlich wie Robin Hood.
Das Rockmusical ist mit starker Villacher Beteiligung besetzt: Sänger aus 20 Chören singen die beschwingten und rockigen Weisen komponiert von Gerd Schuller. "In der Art von Jonny Depps Darstellung der Piraten habe ich meine Musik angelegt", verrät Schuller. Er steht selbst mit der achtköpfigen "Räubercombo" auf der Bühne vor der Burgruinen-Kulisse.
Prominenter Richter
Von Adolf Ulbing und Heimo Töfferl stammt der Text. Der vermutlich berühmteste Apotheker Villachs, Alexander Telesko, spielt den gestrengen Richter. Die Requisiten-Pistole für einen stilechten Auftritt hat ihm übrigens Sammler Gernot Bartl organisiert. Den erwachsenen Kramer singt und spielt Georg Klimbacher, der in Graz studiert, seine Geliebte Juliana ist Isabella Weitz.
Den Räuberhauptmann als Bub singt der 11-jährige Simon, der Gesangsunterricht von seiner Mutter Petra Schnabl-Kuglitsch bekam. Sie ist Gesangslehrerin innerhalb des Kärntner Landesmusikschulwerkes und stellt ebenfalls eine Räuberin dar.
Räuberinnen spielen auch Barbara Winkler aus Oberwollanig und Petra Kopeinigg-Pirolt, sie ist im zivilen Leben Musiklehrerin. Choreografin ist Bettina Schützlhofer aus Puch, der 15-jährige Gerald Schützelhofer spielt trommelnd den Herold der Franzosen. Regie führt der erfahrene Stephan Bruckmeier, Produzent ist Karl Hutter.
Bericht: Barbara Einhauer, Kleine Zeitung vom 14. Juli 2010