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MARY COHEN: Seminar in Klagenfurt/Graz

brassboys

Die behandelten Themen wurden von den zahlreich erschienenen PädagogInnen mit großem Interesse verfolgt:

 „Philosophie und Psychologie des Unterrichtens“, „ Arbeiten mit dem Modernen Kind“,  „Vergnügen am Lernen erhalten“.                                                                                                                                                      

Mary Cohen demonstrierte mit großer Offenheit, Ehrlichkeit und Natürlichkeit auf lebhafte Weise, wie sie mit ihren eigenen SchülerInnen trotz geändeter gesellschaftlicher und familiärer Bedingungen (beide Elternteile sind beispielsweise ganztägig berufstätig) zielgerichtet und motivierend arbeitet.

Im Vordergrund steht dabei stets die Freude an der Musik; Frau Cohen betont, dass sie keine Geigentechnikstunde sondern vielmehr eine Musikstunde geben will. Von der ersten Unterrichtsstunde an steht der Wunsch, ihren SchülerInnen ein Erfolgserlebnis zu vermitteln, im Mittelpunkt.

Eine wichtige Botschaft, die M. Cohen an die anwesenden LehrerInnen weitergab, war ihr Motto “Stretching without stress”, wobei sie das Kind mit einem Gummiband vergleicht, welches man nur langsam und gleichmäßig dehnen kann ohne es zu zerreißen.....

Einen weiteren großen Themenschwerpunkt bildete die Präsentation ihrer beliebten Unterrichtsliteratur anhand derer Frau Cohen die Entwicklung der Spieltechnik demonstrierte.


Mary Cohens Stücke haben die Besonderheit, technische Problemstellungen mit musikalischen Ansprüchen zu vereinen. Die SchülerInnen lernen spielerisch die unterschiedlichsten Techniken (Bogen-, Lagentechnik, Geläufigkeit und v.m. in sämtlichen Schwierigkeitsgraden), ohne es eigentlich bewusst wahrzunehmen, und wieder geht es dabei primär um die Freude an der Musik!

Zusätzlich zu den theoretischen Vorträgen kamen in Graz noch zwei praktische Einheiten, in denen Mary Cohen anhand zweier Schülergruppen verschiedenen Grades zeigte, wie sie jeweils eines ihrer eigenen Stücke erarbeitete. Es war schön zu beobachten, wie sie - ohne Druck, ohne viel zu erklären, einfach durch Spielen und Vorzeigen - den Ensembles ihre Musik näher brachte und die Kinder am Ende strahlend die Bühne verließen.

Alles in allem konnten die TeilnehmerInnen dieses Seminars Mary Cohen als sehr lebendige, enthusiastische Persönlichkeit erleben, deren Arbeit ein wunderschönes Beispiel für eine Pädagogik darstellt, in der SchülerInnen dazu angehalten werden, selbständig in der für sie benötigten Zeit Lösungen zu finden. Ein Hauptziel ihres Wirkens ist, Kinder als Individuen mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten ernst zu nehmen und dabei stets ihre “Stärken zu stärken”!

Dieser Artikel wurde verfasst von Sigrid Präsent (Graz) und Susanne Kogler (Klagenfurt).

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